Am 6. Oktober 2014 fand wieder der regelmäßig vom DAAD und vom JSPS-Club durchgeführte wissenschaftliche Gesprächskreis im Deutschen Kulturzentrum statt. Diesmal referierte Post-Doktorand Matthias Herlich über Möglichkeiten zusammengebrochene Mobilfunknetze nach Katastrophen wiederherzustellen – ganz ohne Hilfe von außen.

Dr. Matthias Herlich machte seinen Master in Informatik an der Universität Paderborn und promovierte anschließend als Stipendiat der International Graduate School (IGS) „Dynamic Intelligent Systems” in der Fachgruppe Rechnernetze. Im Rahmen seiner Promotion forschte er unter anderem auch drei Monate am Palo Alto Research Center (PARC) in Silicon Valley. Derzeit setzt er seine Untersuchungen als Post-Doktorand mit einem Stipendium at des DAAD am National Institute of Informatics (NII) in Japan fort.

Herr Prof. Dr. Heinrich Menkhaus (Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten) eröffnete den Gesprächskreis Veranstaltung und übergab das Wort an die neue Leiterin der DAAD-Außenstelle, Frau Dr. habil. Ursula Toyka, die die versammelten Teilnehmer des WGK herzlich begrüßte.

Zu Beginn seines Vortrages gab Matthias Herlich einen generellen Überblick über den Aufbau und die Funktionsweise drahtloser Mobilfunknetze. Am Beispiel vergangener Naturkatastrophen erläuterte er die Grundproblematik, dass Mobilfunknetze nach Erdbeben oder Überschwemmungen oft zusammenbrechen und es dadurch unmöglich wird um Hilfe zu rufen oder die nächsten Verwandten zu informieren. In seinem Projekt beschäftigt sich Matthias Herlich mit der Frage, wie Überlebende einer Katastrophe ohne Hilfe von außen die Fähigkeit zur Kommunikation wiederherstellen können. Er schlägt vor, Mobiltelefone zu nutzen, um Daten von verbundenen an nicht verbundene Geräte weiterzuleiten. Dr. Herlich erklärte den Zuhörern mit anschaulichen Grafiken, Bildern und Beispielen sein wissenschaftliches Vorhaben. Nach dem Vortrag richteten die Teilnehmer viele Fragen an den Referenten, der diese ausführlich beantwortete. Anschließend lud der DAAD zu einem Umtrunk mit abendlichem Snack ein.

Jennifer Marienfeld
Praktikantin
DAAD Tokyo
Oktober 2014