Am Freitag, den 24. Oktober fand wieder die beliebte Veranstaltung „Butterbrot & Bier“ im OAG Haus statt. Die fast 200 Teilnehmer erwartete zunächst ein spannender Vortrag von Herrn Dr. Christian Dimmer und anschließend die Ausstellung einer künstlerischen Arbeit, die die DAAD-Stipendiaten Frau Judith Neyses und Herr Adrian Steckeweh für den Abend angefertigt hatten.

Bevor das Abendprogramm begann, wurden am Mittag die neuen DAAD-Stipendiaten in einer Einführungsveranstaltung vom DAAD Tokyo begrüßt. Wichtige Details zum Stipendium wurden erklärt und Fragen der Stipendiaten beantwortet.

Am Abend eröffnete die neue Außenstellenleiterin, Frau Privatdozentin Dr. Ursula Toyka, mit einer Begrüßungsrede die Veranstaltung „Butterbrot & Bier“ und hieß alle Anwesenden herzlich willkommen. Anschließend wurden den zahlreichen Unterstützern der Veranstaltung gedankt und die drei Mitwirkenden (Herr Dr. Dimmer, die beiden Architekten Frau Neyses und Herr Steckeweh) des Abends vorgestellt.

Frau Toyka übergab das Wort an Herrn Dimmer, der einen spannenden Vortrag über neue Strategien für Wiederaufbau, demographischen Wandel und die Post-Wachstumsgesellschaft in Japan hielt. Er bezog seinen Vortrag speziell auf die zerstörte Region Tohoku, kam in seinem Fazit aber auch auf andere Regionen zu sprechen. Nach einer kurzen Diskussion wurde schließlich zum zweiten Teil des Abends – mit Butterbrot & Bier – übergeleitet.

Die vielen Teilnehmer der Veranstaltung setzten sich aus neuen und ehemaligen DAAD-Stipendiaten, „Sprache und Praxis“-Stipendiaten aus verschiedensten Jahrgängen, japanischen ProfessorInnen mit ihren Studenten, deutschen OrtslektorInnen, japanischen und deutschen Allumni, Geschäftleuten und vielen weiteren japanischen und deutschen Gästen zusammen. Nachdem sie sich im Foyer versammelte, wurde durch Herr Kiyoshige Yomogita – Vize-Präsident der DAAD Tomo no kai – ein Kanpai ausgesprochen und das Buffett eröffnet. Namensgebend für die Veranstaltung ist die Bewirtung, die auch diesesmal wieder deutsches Brot in verschiedenensten Varianten mit Käse und Wurst bot. Während die Gäste zu Abend aßen und sich bei einem Bier untereinander austauschten, konnten sie die räumliche Konstruktion der beiden Architekturstipendiaten bewundern.

Das Thema des Projektes war „Recycling“ unter sehr japanspezifischen Gegebenheiten. Die beiden Stipendiaten sammelten über Wochen Regenschirmtüten, in die Kunden vor Betreten eines Ladens ihre nassen Regenschirme stecken können, um den Laden trocken zu halten. Die von den Architekten verwendeten Plastiktüten waren zwar bereits entsorgt worden, jedoch noch in durchaus gutem Zustand. Man hätte sie eigentlich problemlos erneut benutzen können, ohne unnötig Müll zu erzeugen. Diese Tüten gebrauchten die Architekten für ihre Konstruktion. Aufgeblasen, zusammengeknotet und farbig beleuchtet entstand ein sehr interessantes Gebilde. Die fast 200 versammelten Gäste ließen den Abend schließlich bei vielerlei Gesprächen langsam ausklingen.

 Jennifer Marienfeld
Praktikantin
DAAD Tokyo
Oktober 2014