Die European Higher Education Fair (EHEF) brach im Jahr 2018 gleich zwei Rekorde: Mit 82 Bildungsinstitutionen aus 21 EU-Mitgliedsstaaten informierten mehr Aussteller denn je auf der Hochschulmesse über ihre Studienangebote. Und das breite Spektrum wurde genutzt: Rund 1500 Besucherinnen und Besucher zog es zur zweitägigen EHEF nach Tokyo und Osaka – 200 mehr als im Vorjahr.

Am 19. und 20. Mai 2018 fand die siebte EHEF, organisiert durch die EU-Delegation (Ko-Organisation: DAAD, Campus France) in Japan statt. Erfolgreiche Formate der Vorjahre wurden dabei übernommen, z.B. das Netzwerk-Treffen, bei dem europäische Hochschulvertreter mit ihren japanischen Kollegen in Kontakt traten.

DAAD/BleckenAn der offiziellen Eröffnung der Messe am 19.5. in der Meiji-Universität nahmen Botschafter aus acht EU-Ländern teil, darunter auch der deutsche Botschafter Dr. Hans Carl von Werthern.

Die deutsche Standgruppe war in diesem Jahr mit 11 Institutionen die zweitgrößte nationale Ausstellergruppe mit Vertretern der Universität Hamburg, Universität zu Köln, Heidelberg University, University of Bayreuth, TU9 German Institutes of Technology, Tuebingen University, Jacobs University Bremen, des Karlsruhe Institute for Technology (KIT), Fachverbands Deutsch als Fremdsprache, Goethe-Instituts, und natürlich des DAAD.

Während der gesamten Messezeit waren die deutschen Hochschulvertreter und ihre Dolmetscher in intensive Gespräche mit teilweise hervorragend vorinformierten Studieninteressenten vertieft. Schon bei den Voranmeldungen hatte fast die Hälfte angegeben, sich für einen Aufenthalt in Deutschland zu interessieren - mehr als für jedes andere Land. Beim DAAD standen bisweilen mehrere Dutzend Besucherinnen und Besucher an, deren Fragen das dreiköpfige Team des DAAD Tokyo bis zur letzten Minute der Messe beantwortete.

Auch in diesem Jahr fand parallel zu den Beratungen ein abwechslungsreiches Begleitprogramm mit Alumni-Diskussionsrunden, Präsentationen zu Fördermöglichkeiten und Kurzvorstellungen der einzelnen Länder statt.

Bei der Closing Reception nach dem letzten Messetag in Osaka war das Feedback allgemein sehr positiv; auch für den Messeort Osaka, den die EU-Delegation zum ersten Mal gewählt hatte. Wo die EHEF im kommenden Jahr stattfinden wird, ist noch ungewiss. Gewiss ist, dass viele Besucherinnen und Besucher vom Ort ihres anvisierten Studienaufenthaltes in Europa nun eine deutlichere Vorstellung haben!

Research in Germany Information Seminar in der Waseda-Universität (17.5.)

Zum ersten Mal plante die DAAD Außenstelle Tokio in Kooperation mit den DAAD-Referaten „Internationales Hochschulmarketing“ und „Internationales Forschungsmarketing“ im Vorfeld der jährlichen European Higher Education Fair (EHEF) ein „Research in Germany“ Information Seminar. Die Veranstaltung richtete sich an (angehende) Doktoranden und Postdocs. Sie fand am 17.5. in der Waseda-Universität in Tokyo mit Beteiligung des DAAD, der AvH, der DFG, der Universität Hamburg, der Universität zu Köln, der Heidelberg University und der University of Bayreuth statt.

Obwohl in Japan aufgrund der kritischen Arbeitsmarktsituation für Promovierte traditionell nur ein Bruchteil der Studierenden eine Promotion anstrebt, stieß das Informationsseminar auf großes Interesse. Über 60 Besucherinnen und Besucher, von denen sich die meisten für einen PhD in Deutschland interessierten, kamen zu der Informationsveranstaltung.

Im ersten Teil stellten sich die drei Stipendienorganisationen und vier Hochschulen in Kurz-Präsentationen vor. Anschließend konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei getrennten Diskussionsrunden – einer mit geisteswissenschaftlichem und einer mit naturwissenschaftlichem Fokus – mit Deutschland-Alumni aus verschiedenen Fachbereichen direkt austauschen. Die Fragen reichten vom Stipendien-Bewerbungsprozess über die Suche eines Doktorvaters bis hin zur Vereinbarkeit von Familienplanung und Forschungsaktivität in Deutschland.

Abschließend standen die Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen den Anwesenden für individuelle Informationen und Fragen zu i.d.R. englischsprachigen Promotionsangeboten zur Verfügung.

Insgesamt wurde die Veranstaltung von Seiten der teilnehmenden Universitäten aufgrund der Profile sowie der vielschichtigen und fokussierten Fragen der Graduierten und Postdocs als vielversprechend eingestuft. Ein Format, dessen Ausbau wünschenswert ist!

Bericht und Fotos: Laura Blecken (Marketingbeauftragte des DAAD Tokyo)