Der Austausch zwischen derzeitigen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten ist dem DAAD Tokyo ein wichtiges Anliegen. Das traditionelle Frühjahrstreffen mit „Butterbrot und Bier“ bietet hierzu Gelegenheit. Es stand diesmal unter dem Titel „Zauber der Musik“.

Am 27. Mai haben sich rund 150 Stipendiatinnen, Stipendiaten, Alumni, Alumnae, Freundinnen und Freunde des DAAD im Deutschen Kulturzentrum zum jährlichen DAAD Frühjahrstreffen mit „Butterbrot und Bier“ zusammengefunden.

Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Titel „Zauber der Musik“, mit der Unterstützung zweier ganz besonderer DAAD-Alumni: Prof. Nozomi Sato von der International Christian University (DAAD-Stipendiat 1994-1996) und Janos Cegledy, ein Pianist (DAAD Stipendiat 1960-1963),  in dessen kosmopolitischem Lebensweg sich wichtige Teile der Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegeln.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch Grußworte von Dorothea Mahnke, Leiterin des DAAD Tokyo und Dr. David Meller, Leiter des Kulturreferats der Botschaft der Bundesrepublik in Japan. Darauf folgte ein Vortrag von Prof. Sato unter dem Titel „Deine Zauber binden – Ist Musik eine universale Sprache?“, der die Rezeptionsgeschichte abendländischer Musik in Japan erörterte. Prof. Satos Antwort auf seine Titelfrage lautete: Musik sei keine universale Sprache, die man aufgrund ihrer magischen Kraft überall auf dieselbe Weise verstehe. Vielmehr sei die Rezeption der abendländischen Musik in Japan von unterschiedlichen historisch-kulturellen Faktoren geprägt worden. Herr Sato veranschaulichte die japanische Rezeptionsgeschichte westlicher Klassik in Japan auch, indem er Passagen berühmter Werke und deren Übersetzung vorsang – das Publikum belohnte die beeindruckenden musikalischen Einlagen mit spontanem Beifall.

Im Anschluss an den Vortrag setzte sich Janos Cegledy ans Piano und fesselte die Gäste mit seiner gefühlvollen Darbietung des „Andante favori Wo 057“ von Beethoven und „Impromptus D. 899 op. 90/2 & 4“ von Schubert. Für Hr. Cegledy war dies ein emotionaler Moment, da er nach mehr als 50 Jahren und unzähligen bereisten Ländern wieder an einer Veranstaltung seines ehemaligen Stipendiengebers DAAD mitwirken konnte: „So schließt sich der Kreis“, bemerkte er gerührt.

Der Abend klang mit dem traditionellem „Butterbrot und Bier“-Buffet im Foyer des OAG-Hauses aus, bei dem die Gäste die Zauber der Musik ebenso erörterten, wie die Unterschiede zwischen deutschem und japanischem Gerstensaft.

 

Text: Kristina Kotenkova

Redaktion: Laura Blecken