Die 20 deutschen Stipendiatinnen und Stipendiaten des JSPS Summer Program forschen derzeit an Institutionen in ganz Japan an ihren Projekten. Hier teilen sie mit uns die Eindrücke aus den ersten Wochen.

Weitere Informationen zum JSPS Summer Program gibt es hier:

https://www.jsps.go.jp/english/e-summer/

Eva-Maria Minarsch, Hokkaido Universität

Ich bin hier sehr zufrieden und schaue mit Vorfreude auf die kommenden Wochen.  Bei meiner Ankunft wurde ich an der Sapporo Station von meinem Betreuer in Empfang genommen. Er hat mich zu meiner Unterkunft gebracht und danach direkt zum Institut, das auf der anderen Straßenseite liegt. Dort habe ich meine Kollegen und die Räumlichkeiten kennengelernt. Am Mittwoch habe ich dann direkt mit der Arbeit angefangen. Das geplante Projekt ist in vollem Gange und ich konnte meine Proben auf dem Reisfeld nehmen, DNA extrahieren und bin gerade dabei meine Proben fürs Sequenzieren vorzubereiten. Das Team hier ist sehr international aufgestellt. Alle können sich gut auf Englisch unterhalten und ich hatte auf der Arbeit noch keine Verständigungsprobleme.

Pauline Liesfeld, Nagoya Universität

Ich wurde sehr herzlich in der Arbeitsgruppe an der Nagoya Daigaku aufgenommen. Viele meiner Laborkollegen sprechen gutes Englisch, die jüngeren Studenten sind etwas schüchterner. Da wir jeden Tag zusammen in der Mensa zu Mittag und zu Abend essen, gibt es auch Zeit für Gesprächsthemen unabhängig von der Forschung. Durch den Austausch mit den anderen Stipendiaten habe ich festgestellt, dass die Arbeitszeiten im Bereich der Chemie schon etwas extremer sind als in den anderen Fachbereichen. Mir macht es nichts aus, mich anzupassen, da mir mein Projekt viel Spaß macht und ich hoffe, dass ich mein gesetztes Ziel realisieren kann. Leider ist es in der Synthesechemie oft so, dass trotz großer Motivation Sachen einfach nicht so funktionieren wie man sich das vorgestellt hat. Daher musste ich die Syntheseroute, die ich mir am Anfang überlegt hatte, noch einmal umändern. Ich hatte eher frustrierende Ergebnisse in den ersten Wochen, aber letzten Freitag konnte ich einen kleinen Erfolg erzielen und bin daher optimistisch für die zweite Hälfte. Wir haben auch viel Kontakt unter allen JSPS Stipendiaten in Nagoya und u.a. unsere gemeinsame Begeisterung für Karaoke entdeckt. Ich bin insgesamt begeistert von dem JSPS Summer Program und allen Beteiligten sehr dankbar für die einzigartige Möglichkeit und tolle Organisation!

Philipp Flotho, Okinawa Institute of Science and Technology Graduate University

Mein Thema ist Bildregistrierung und Bewegungskompensierung in Videos. In der ersten Hälfte des Projekts habe ich hauptsächlich mit den Daten der Gruppe (Calcium Imaging am Gehirn der Maus) gearbeitet und mein Modell und Parameter angepasst. In der zweiten Hälfte des Projekts werde ich meinen Algorithmus als Plugin für die Auswertungssoftware schreiben, die hier am Lehrstuhl benutzt wird, sodass die Methoden auch nach meiner Abreise weiterhin verwendet werden können und hoffentlich darüber hinaus Nutzer finden. Ich habe das schlechte Wetter in den ersten Wochen genutzt um möglichst viel abzuarbeiten, sodass ich jetzt in der Zeit, in der meine Freundin zu Besuch ist, keinen großen Stress habe (wir freuen uns schon auf das erste Hanabi in Nago).